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Archiv für die 'Sprachentwicklung' Kategorie

Schulische Leistungen zweisprachiger Kinder

Dienstag 10. Februar 2009 von admin

Bildcopyright by Real Buried Treasure

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Die Behörde für Bildung und Sport in Hamburg hat eine Gruppe von 12 Frauen und Männern zum Thema „Spracherwerb zweisprachig aufwachsender Kinder und Jugendlicher“ recherchieren lassen.

Der Report (PDF) von 2002 ist in „Hochschulsprache“ und schwierig zu lesen, das Literaturverzeichnis umfasst eine schrecklich lange Liste mit 273 Einträgen zu Büchern, Forschungsarbeiten, Beobachtungsstudien und anderen Informationsquellen, aus denen das Wissen zusammengetragen wurde.

Was dort zu den schulischen Leistungen zweisprachiger Kinder herausgefunden wurde, hält etwas verständlicher formuliert für viele von euch interessante Erkenntnisse bereit…

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Gehirnforschung – das Alter von 3 bis 7

Montag 19. Januar 2009 von admin

Bildcopyright by nowviskie

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Willkommen zum zweiten Teil von „Gehirnforschung“.

Der erste Teil hat den Zeitraum bis zum dritten Lebensjahr erklärt.
In den ersten drei Lebensjahren gilt es, den Sprachbereich des Gehirns zu fördern und dadurch „wachsen“ zu lassen. Lässt man dieses „Lernfenster“ ungenuzt verstreichen, lässt sich der „Aufbau“ des Sprachzentrums im Gehirn nie wieder in dem Maße fördern.

Jetzt schauen wir uns das „zweite Lernfenster“ für das Gehirn in Bezug auf „Sprache(n) lernen“ an.
Das zweite Lernfenster reicht vom 3. bis 7. Lebensjahr. Hier werden die bis dahin gebildeten Gehirnstrukturen bereits wieder abgebaut und es bleibt nur bestehen, was aktiv genutzt wird.

Es ist traurig – aber wahr. Das Gehirn baut schon nach dem 3. Lebensjahr seine Gehirnstrukturen wieder ab. Bis zur Pubertät verkümmert etwa die Hälfte des gigantischen Netzwerkes in unserem Kopf. Alles, was nicht gebraucht wird, wird eliminiert. Nur die genutzten Kenntnisse und Erfahrungen werden verstärkt und bleiben bestehen. Und wir Erwachsene müssen mit dem „Rest“ an Gehirnstrukturen, der nach dieser Abbauphase übrig bleibt, durch das weitere Leben gehen

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Gehirnforschung – die ersten 3 Jahre des Wachstums

Donnerstag 8. Januar 2009 von admin

© by Qole Pejorian

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Die Gehirnforschung sagt uns: „Entscheidend ist wann wir lernen, denn das Gehirn entwickelt sich in zeitlich begrenzten Schüben.“

Von Sprachspezialisten wie Dr. Monika Springer-Geldmacher oder Martin R. Textor, welche die Gehirnentwicklung bei Babys und Kleinkindern in Bezug auf das Sprachenlernen untersucht haben, lesen wir folgendes:

„So genannte Entwicklungsfenster bestimmen, welche Fähigkeiten ein Kind wann erlangt. Die optimalen Lernphasen enden sehr früh. Nach drei Jahren endet der erste Entwicklungsschub, der zweite kurz vor der Pubertät.
Das Sprachenfenster ist in der Regel dann schon zugefallen, wenn Schüler/innen normalerweise eine Fremdsprache zu lernen beginnen. Für das Erlernen der Alltagssprache existiert ein Zeitfenster ab dem Alter von drei Jahren. Auch eine Zweitsprache kann dann leicht erlernt werden.“ [Springer-Geldmacher]

„Deshalb kann ab dem Schulalter, insbesondere ab der Pubertät, eine neue Sprache nicht mehr perfekt erlernt werden.“ [Textor]

Hmmm. Das „Sprachfenster“ macht also sehr früh dicht. Aber wann sollte denn ein „Kindergehirn“ Sprachen lernen?

„Entscheidend für die Zukunft eines Kindes ist also, was es in den ersten Jahren erlebt. Verpasste Momente für den Spracherwerb oder für feinmotorische Bewegungen lassen sich nie wieder nachholen.“ [Springer-Geldmacher]

„Das Gehirn hat eine bestimmte Struktur ausgebildet, von deren Art abhängt, in welchen Bereichen das Lernen leichter oder schwerer fällt. Ist z.B. ein Kind bilingual aufgewachsen, eignet es sich schneller eine dritte oder vierte Sprache an; hat es bereits im Kleinkindalter musiziert, wird es eher im Musikunterricht brillieren.“ [Textor]

Wer wissen will wie das Gehirn bei seinem Nachwuchs „funktioniert“ und warum an den zitierten Fakten auch kein noch so guter Lehrer in der (Sprach-)Schule mehr rütteln kann (das Sprachfenster ist dann schon zu!) liest weiter…
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