mehrsprachig Aufwachsen

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Warum sind Familien mit OPOL so erfolgreich?

Bild-Copyright by Yogi
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OPOL steht für „One Parent One Language“ – also „ein Elternteil, eine Sprache“.

OPOL konkurriert zwar mit vielen weiteren Strategien um die Gunst der Eltern, gilt jedoch als besonders sicherer und effektiver Weg, um ein Kind zweisprachig zu einem hohen Sprachniveau zu führen.

Warum ist OPOL so erfolgreich? Blicken wir hinter die Gardinen…

Voraussetzung für OPOL

OPOL erfordert, das beide Elternteile unterschiedliche Muttersprachen besitzen oder zumindest ein Elternteil sehr gute Fremdsprachenkenntnisse besitzt. Bei mehr als 17% binationaler Ehen in Deutschland erfüllen viele Eltern, die mehrsprachig Erziehen wollen, diese Voraussetzung.
Es ist wünschenswert, das beide Eltern zumindest Grundkenntnisse in der Sprache des Partners besitzen, damit sich niemand bei Gesprächen ausgeschlossen fühlt.

Erfolgsfaktoren von OPOL

Erfolgsfaktor Nummer 1
Es werden fast immer zwei Muttersprachen an das Kind weitergegeben. Das Kind lernt beide Sprachen auf hohem Niveau. In unserer Muttersprache ist der Wortschatz vielfarbiger, wir können unsere Gefühlswelt besser ausdrücken und der Satzbau geht uns ohne Nachdenken von der Zunge.

Erfolgsfaktor Nummer 2
Der Kontakt mit beiden Sprachen erfolgt von Geburt an, während viele andere Strategien die Sprachen nacheinander vermitteln. Im Artikel Gehirnforschung – die ersten 3 Jahre des Wachstums wird die Entwicklung des Sprachzentrums im Gehirn während der ersten drei Jahre beschrieben. Wer seinen Kindergartenplatz erst mit 3 Jahren bekommt und wessen Eltern diesen Zeitpunkt als guten Einstieg für das Lernen der Umgebungssprache ausgewählt haben… ( lest selbst )

Erfolgsfaktor Nummer 3
Beide Sprachen werden regelmäßig verwendet und sind im Alltag integriert. Ist es einem Elternteil durch seine Arbeit nicht möglich seine Familie täglich zu sehen, können oft die Großeltern oder andere Familienangehörige des Betroffenen den regelmäßigen Sprachkontakt aufrecht erhalten.

Erfolgsfaktor Nummer 4
Wenn die Eltern selbst für eine mehrsprachige Erziehung sorgen, wird das Kleinkind beide Sprachen auch emotional intensiv lernen. Seine wichtigsten Bezugspersonen verwenden verschiedene Sprachen, die es zu erforschen gilt. Gibt es in den ersten Jahren eine bessere Lernmotivation?

Erfolgsfaktor Nummer 5
Für den Nachwuchs ist klar erkennbar, wann welche Sprache verwendet wird. Keine komplizierten Regeln.

Fazit

Wer die Voraussetzungen für OPOL erfüllt und in zwei Sprachen Erziehen möchte sollte gute Gründe haben von dieser Strategie abzuweichen.

Wer seine „guten Gründe“ mit anderen Eltern teilen oder diskutieren möchte, kann dies über die Kommentarfunktion zu diesem Artikel tun. Es ist keine Anmeldung notwendig 🙂

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Dieser Beitrag wurde erstellt am Dienstag 3. März 2009 um 09:27 und abgelegt unter Allgemein. Kommentare zu diesen Eintrag im RSS 2.0 Feed. Sie können einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf Ihrer Seite einrichten.

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